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Bohrarbeiten

Unsere neue Bohranlage

Warum Straßen sperren und Gräben aufreißen, wenn es bessere Lösungen gibt?

Unser modernes Leben in städtischen und ländlichen Lebensräumen ist ohne unterirdische Infrastruktur nicht mehr vorstellbar. Die Versorgung mit Wasser, Gas, Elektrizität und Fernwärme erfolgt ebenso unterirdisch wie die Abwasserentsorgung.

Wachsende Bevölkerungsdichten in den Städten, die Erschließung neuer Siedlungsgebiete und die steigenden Anforderungen an eine nachhaltige umweltfreundliche Entwicklung stellen hohe Ansprüche an unsere Leitungssysteme.

Dank neuer Technologien muss heute kein Fluss mehr gestaut, keine Hauptstraße mehr gesperrt und aufgebrochen werden.

So ist eine unterirdische Verlegung mit Hilfe einer Minibohranlage möglich. Sie hat folgende Vorteile:

  • kein Aufbruch wertvoller Oberflächen und keine Oberflächenbeschädigung
    (beispielsweise Straßenbelag, Vorgärten)
  • geringe Sozialkosten durch Vermeidung von Umleitungen, Sperrungen und Baustellenverkehr
  • kurze Rüst-, Bohr- und Bauzeiten
  • kaum Belästigung durch Lärm und Emissionen
  • besonders wirtschaftlich und umweltschonend

Horizontal-Spülbohrverfahren

Die gesteuerte Bohrtechnik hat einen enormen Aufschwung erfahren. Gesteuerte Bohreinsätze, die vor wenigen Jahren noch undenkbar schienen, gehören heute zum Baustellenalltag. Der Einsatz gesteuerter Bohranlagen ermöglicht Längsverlegungen bis 500 m. Auch Flussdükerungen bzw. Gewässerkreuzungen werden häufig durchgeführt. Die Steuerungstechnik erlaubt sogar die Unterbohrung von Industriekomplexen.

Horizintal-SpülbohrverfahrenDas Anwendungsspektrum erstreckt sich auf alle Rohrbaumaßnahmen im Rahmen der Gas-, Fernwärme- und Trinkwasserversorgung, der Verlegung von Abwasserdruckleitungen sowie Kabelschutzrohren für TV- oder Telekommunikation, Verkehrsleitsystemen, Notrufsäulen oder für Nieder-, Mittel-, Hochspannungskabel und Lichtwellenleiter.

Die Verlegetechnik erweist sich als äußerst umweltschonend, weil sie nur punktuelle Eingriffe in die Ökologie verursacht. Minimale Flurschäden werden nur im unmittelbaren Bereich der Anlage verursacht. Auch im innerstädtischen Bereich sprechen eine Reihe von Gründen für den Einsatz der steuerbaren Technik. Gegenüber der offenen Bauweise zählen hierzu vor allem die Baukosten, Bauzeiten, Genehmigungsverfahren, Erdbewegungen, Oberflächenwiederherstellung und der Verkehr. Der Ablauf einer Bohrung sieht in der Regel wie folgt aus:

  1. Planung / Vorerkundung
  2. Bohrgeräte- und Bohrwerkzeugauswahl
  3. Pilotbohrung mit Ortung
  4. Räumbohrung(en) oder Aufweitbohrung(en)
  5. Rohreinzug

Grundsätzlich besteht die Bohranlage aus 3 Haupt-System-Komponenten:

  1. Bohrlafette / Bohrwerkzeug
  2. Bentonitmischanlage mit einem Zweikammersystem und ggf. Recyclingsystem
  3. Hydraulikstation für Betrieb der Bentonitmischanlage

Zur guten Planung einer Horizontal-Spülbohrung gehören Vorerkundungsmaßnahmen des Trassenbereichs in Bezug auf Fremdleitungen und der Beschaffenheit des Bodens. Die Bohrgerätewahl richtet sich nach der Bohrlänge, dem zu verlegenden Rohrdurchmesser und der Bodenbeschaffenheit. Bei der Pilotbohrung ist das Problem größtenteils die Einhaltung eines bestimmten Trassen- und Gradientenverlaufs sobald die Spültechnik aufgrund bodenmechanischer Widerstände versagt. Zur Überwindung sind hohe Schub- und Zugkräfte erforderlich, die in vielen Fällen an die Grenzen der Belastbarkeit stoßen. Der Einsatz von Bentonit erleichtert zwar den Pilotrohrvortrieb und den Rohreinzug. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass in schwierigen Böden mit grobkörnigen Bestandteilen und größeren Steineinschlüssen oder Einlagerungen von Bauschutt die technischen und wirtschaftlichen Vorteile eines Soft-Boring kaum noch zu realisieren sind. Für diese Gegebenheiten gibt es Bohranlagen mit eingebautem Schlagwerk, das zugeschaltet werden kann, wenn der Bohrfortschritt wegen ungünstiger Baugrundbedingungen unbefriedigend ist. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um die in die Bohranlage zurückverlegte Zertrümmerungskraft eines Verdrängungshammers. Die Kombination der Spülbohrung mit einem Schlagwerk ermöglicht also den Vortrieb und die Steuerbarkeit in schwierigen Böden bis Bodenklasse 5 und teilweise bis Bodenklasse 6.

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Video DRI Schlagwerk

Die hohen Anforderungen und Erwartungen an die zu bewältigenden Bohraufgaben erfordern eine präzise Ortung und Steuerung. Die Ortung erfolgt nach dem Sender-Empfänger-Prinzip. Die Bohrcrew überwacht permanent den Lauf des Bohrkopfes. Alle gemessenen Werte werden protokolliert sowie Steuerkorrekturen dem Maschinenführer per Funk übermittelt. Die festgestellten Daten können aber auch direkt abgespeichert und später über einen PC oder Laptop ausgedruckt werden. Die Steuerung erfolgt nach dem Uhrzeigerprinzip über die Schrägfläche des Kopfes, die je nach Stellung eine Richtungsänderung in der gewünschten „Uhrzeit” bewirkt. Am Ziel wird der Bohrkopf gegen einen Aufweitkopf ausgetauscht. Es folgt eine oder mehrere Zwischenräumung(en) oder der sofortige Rohreinzug. Es können Rohre bis (derzeit) DA 600 aus Kunststoff, Stahl und Guss eingezogen werden, einzeln oder im Bündel eingezogen werden. Bei dem Einzug von Kunststoffrohren (insbesondere Gas- und Trinkwasserleitungen) dürfen die zulässigen Zugkräfte gemäß GW 321, 322 und 323 nicht überbeansprucht werden. Auf Verlangen des Auftraggebers sind die auf das Rohr einwirkenden Zugkräfte zu messen und zu protokollieren.

Verfahrensvorteile

  • kein Aufbruch wertvoller Oberflächen und keine Oberflächenbeschädigung
  • (Straßenbelag, Vorgärten etc.) und keine Wiederherstellung –
  • dadurch hohe wirtschaftliche Vorteile
  • geringe Sozialkosten durch Vermeidung von Umleitungen,
  • halbseitigen Sperrungen, Aufstellen von Signalanlagen etc.
  • anerkanntes Verfahren
  • kurze Rüstzeiten – kurze Bohr- und Bauzeiten
  • besonders wirtschaftlich bei Dükerungen
  • die Unterstützung durch das dynamisch schlagende Hammerwerk erleichtert den Vortrieb und die Steuerbarkeit in Böden bis Bodenklasse 5, teilweise bis Bodenklasse 6
  • einfache Verfahrenstechnik
  • Zugkraftmessung und Lagebestimmung möglich
  • breites Anwendungsspektrum